Kein Bus, aber mit dem Zug nach Pforzheim!

Zugtreffpunkte für Tübingen und Reutlingen

Anlässlich des alljährlichen Nazigedenkens am 23.02. wir es in Pforzheim eine antifaschistische Demo geben.

siehe auch: https://linksunten.indymedia.org/de/node/54646

Aktivist_innen aus Tübingen und Reutlingen fahren aus diesem Grund nach Pforzheim.

Die Zugtreffpunkte sind:

Tübingen: 14:50Uhr Hbf

Reutlingen: 15:00Uhr Hbf

kommt zahlreich für die gemeinsame Anreise an die Bahnhöfe.

Demo Pforzheim

Ausverkauft!!!

Die Sitzplätze im Bus von Reutlingen/Tübingen nach Dresden sind restlos ausverkauft. Aber in den Bussen aus Stuttgart gibt es noch Platz. Bitte also bei Interesse direkt dorthin wenden. Hier gibt’s den Kontakt: www.stuttgart2dresden.blogsport.de

Ninja-Kid

Dresden am Wochenende Nazifrei?

Wie es sich bereits abzeichnet, scheint es am Samstag den 18. Februar kein Nazi-Aufmarsch in Dresden zu geben. Alle Anmeldungen der Nazis wurden abgesagt. Dafür konzentrieren sie sich jetzt auf den 13. Februar, an dem abends ab 18 Uhr ein Trauermarsch mit geschätzten 1.500 Nazis stattfinden soll.

Am 18. Februar fährt aber trotzdem aus der Region Tübingen-Reutlingen ein Bus nach Dresden. Warum?
* Für den 18. Februar ist in Dresden eine große Antirepressions-Demo angemeldet, die vor allem Bezug nimmt auf die staatliche Repression gegen Antifaschist_innen, die sich in den vergangenen Jahren den Nazis entgegen stellten.
unkontrollierte Versammlung
* Dresden ist als Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen, der Ort an dem der NPD erstmals in ihrer Geschichte zum zweiten Mal der Einzug in ein Landesparlament gelang. Die Neonazis kommen nicht nur einmal im Jahr nach Dresden, sie sitzen hier im Parlament und in den Köpfen.
* Dresden und hier besonders die Universität ist einer der Wirkungsorte der so genannten „Extremismustheorie“, die so genannte „Linksextremisten“ (damit sind unabhängige Linke gemeint, die eine grundsätzliche Gesellschaftskritik) betreiben mit „Rechtsextremisten“ (Neonazis und Co.) gleichsetzen.

Es bleiben also auch dieses Jahr noch genug Gründe um am 18. Februar nach Dresden zu fahren!

Alternative zu Dresden? Der 18. Februar in Jihlava (Tschechien)

Block Jihlava
Am 18. Februar 2012 planen Neonazis unter Führung der Neonazi-Parteijugend „Dělnická mládež“ (DM) in Tschechien einen antiziganistischen Marsch durch die Stadt Jihlava, südöstlich von Prag.
Jihlava Googlemaps
Die örtliche „Antifaschistische Aktion“ plant gegen 14 Uhr eine Blockade. In ihrem Aufruf heißt es:

According to the route announced to authorities, the neo-Nazis plan to march from the bus station down Fritzova street to the intersection and along Havlíčkova street directly to náměstí Svobody („Freedom Square“). After reading speeches there, the march will return to the bus station along Tolstého and Jiráskova streets.

* Czech Republic: Neo-Nazi march on 18 February to be met with blockade
Jihlava, 2.2.2012 20:08, (ROMEA), http://www.romea.cz/english/index.php?id=detail&detail=2007_3136

Vorbereitung: Ich packe meinen Koffer …

… und nehme folgende Dinge mit nach Dresden bzw. lasse folgende Dinge da.
you cant keep us back
Mitnehmen:
* Personalausweis oder Reisepass
* Handy (Aufladen nicht vergessen!!!!!!!!!!!!!!!)
* Wasser (zum Trinken und Augen ausspülen bei Pfefferspray-Einsatz der Polizei), am besten in den Poweraid-Flaschen (haben Druck zum Ausspülen), ersatzweise geht auch Augenspülmittel (gibt’s in der Apotheke zu kaufen)
* warme Sachen (z.B. Thermohosen) + Ersatzsocken + lange Unterhosen bzw. Strumpfhosen
GEHEIMTIPP: Auf kalten Events hat sich bisher immer das Zwiebelprinzip bewährt, d.h. mehrere Schichten übereinander tragen, die nach Bedarf reduziert werden können.
* Sitzunterlage (für die Sitzblockaden), kann man sich z.B. aus alten Isomatten zurechtschneiden
* Sonnenbrille (erschwert Nazi- oder Polizei-Fotografen die Identifizierung)
* Energiespender (Schoko, Traubenzucker etc.)
* Pflaster + notwendige Medizin
* Karte von Dresden (verteilen wir noch)
* Geheimtipp: heißer Tee in Thermoskanne

kann man mitnehmen, muss aber nicht:
* Kamera (Aber keine Fotos von Aktionen oder den eigenen Leuten machen!)
* Notizbuch oder Terminkalender (kann der Polizei bei Verhaftungen unangenehme Einblicke ermöglichen)
* politisch nicht zuordenbare Kleidung (hilft durch Polizeikontrollen und an Neonazis vorbei), auch als Wechseldress
* Rucksack (einige schneiden den Henkel ab, um bei Blockaden nicht ganz so einfach weggetragen zu werden)
* Transpis und Schilder Marke Eigenbau
* Kissen, Nackenstütze bzw. eine benachbarte Schulter, Ohrenstöpsel oder Schlafbrille zum Schlafen und Ausruhen im Bus

Nicht mitnehmen:
* erkennbare ACAB-Aufschriften an der Kleidung (wird gerne von der Polizei kriminalisiert)
* Ohrringe etc. (selbe Regeln wie im Sportunterricht)
* aufgetragene Schminke (Fettstoffe und Pfefferspray reagieren gut miteinander)
* Alkohol (im Bus herrscht absolutes Alkoholverbot!)
* Pfefferspray
* Messer (auch ein Schweizer Taschenmesser kann als Vorwand zur Repression genommen werden)
* Glasflaschen
* Skimasken (es ist Winter, da hat man ja ohnehin einen Schal o.ä.)
* Böller

Demonstration „extrem_ist_in gegen das sächsische Demokratieverständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus nun einen Tag später

No-Copviolence

Liebe Freund_innen, Antifaschist_innen und Genoss_innen

da es am 18.2. voraussichtlich keinen Naziaufmarsch in Dresden geben wird, mobilisiert Dresden Nazifrei zu einer antifaschistischen Großdemonstration. Unser Bündnis hat sich daher entschlossen, auf die Vorabenddemo am 17.2. zu verzichten und sich stattdessen mit einem eigenständigen Block an der Demonstration von Dresden Nazifrei am 18.2. zu beteiligen. So rufen wir alle Antifaschist_innen, insbesondere jene, die trotz weiter Anreise unser Anliegen unterstützen, auf, sich am extrem_ist_in Block auf der Antifademonstration zu beteiligen.

Die Demonstration beginnt am 18. Februar 2012 um 12 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof.

Aktuelle Informationen und Mobimaterial findet Ihr auf der Internetseite:
www.left-action.de/antifa

Demo gegen Kriminalisierung von Antifaschismus

Demonstration „extrem_ist_in – Gegen sächsische Demokratie und die Kriminalisierung von Antifaschismus“ am Freitag, dem 17.02.2012 um 18 Uhr in Dresden.

Mehr unter: www.left-action.de/antifa

extrem_ist_in

LESETIPP: Dresden: Ein Nazi-Großaufmarsch weniger (?)

Nach derzeitigem Kenntnisstand wird es am 18. (und 11.) Februar 2012 keinen Nazi-Großaufmarsch in Dresden geben. Wie zuletzt 2007 verzichten die Nazis auf den Aufmarsch an einem Wochenendtermin in der Nähe des 13. Februar. Dieser nationalsozialistische Rückzug ist Ergebnis entschlossener antifaschistischen Praxis.

Der Ton in der Naziszene wurde zuletzt rauer: die Konfusion über die Frage, ob denn nun am 18.02.2012 der Großaufmarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) stattfinden wird, führte zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen und Anfeindungen. Die Informationslage stellt sich derzeit wie folgt dar:

1. Der stellvertretende JLO-Bundesführer und Versammlungsanmelder Kai Pfürstinger hat bekannt gegeben, dass keine Demonstration organisiert wird. Die existierende Anmeldung für den 18.02.2012 werde nach seiner Aussage nur noch aufrecht erhalten, um die antifaschistische Mobilisierung ins Leere laufen zu lassen. Eine öffentliche Zurücknahme der Anmeldung sei aus diesem Grund erst Anfang Februar geplant.

2. Das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ (AgV) und dessen lokaler Hauptakteur Maik Müller verweigern öffentlich jede Verantwortung für den 18. Februar und verweisen ausschließlich an die JLO. Der eigene Arbeitsschwerpunkt sei lediglich der 13. Februar, für alles weitere habe man „ehrlich gesagt auch gar keine Zeit“.

3. Es gibt bis heute keine ernstzunehmende Nazimobilisierung für den 18. Februar 2012. Eine – möglicherweise die einzige – Ankündigung auf der lokalen Nazi-Homepage netzwerkmitte.com wurde Anfang Januar aus dem Net genommen, nachdem sich öffentlich beschwert wurde, dass zur Anmeldung keine weiteren Informationen zur Verfügung gestellt werden.

4. Für den 18. Februar 2012 wird bereits eine andere Veranstaltung beworben. Die Jungen Nationaldemokraten (JN) Leipzig laden an diesem Tag zu einer Faschingsfeier ein. In der JN Leipzig organisieren sich Teile der Struktur, die in den vergangenen Jahren unter anderem für den Ordnerdienst beim JLO-Großaufmarsch verantwortlich waren. Das demonstrative Wegbleiben zeigt, dass die JLO hier nicht mit Unterstützung rechnen kann.

5. Bereits vor zwei Jahren (13. Februar 2010) wurde deutlich, dass die JLO nicht in der Lage ist, auf kurzfristige, außergewöhnliche Situationen zu reagieren. Die Blockaden um den Startpunkt der Nazis am Bahnhof Dresden-Neustadt überforderten die Organisatoren und zeigten deren Handlungsunfähigkeit. Sie war darauf angewiesen, dass spontan Kader der sogenannten Freien Kräfte organisierend eingriffen und so ein völliges Chaos innerhalb der 6.500 Nazis verhinderten.

6. Das im letzten Jahr (19. Februar 2011) gescheiterte Konzept mehrerer Aufmärsche wurde organisatorisch wesentlich durch „Freie Kräfte“ getragen. Im Nachhinein erklärten sie jedoch den offenen Bruch mit dem „Ein-Mann-Betrieb“ JLO. Das Aktionsbündnis gegen das Vergessen (AgV) schrieb in seiner Auswertung in Bezug auf die JLO: „Innerlich tote Scheinorganisationen aber, welche das Gedenken an die Toten unseres Volkes als letzte Existenzberechtigung missbrauchen, sind fehl am Platze!“ Das erklärte und auch umgesetzte Ziel war nun, die JLO aus der Organisation des Fackelmarsches am Abend des 13. Februar zu drängen.

7. Die NPD, die – zumindest theoretisch – ersatzweise organisierend einspringen könnte, kann und will sich keine Demonstration erlauben, bei der die ernstzunehmende Gefahr einer gewalttätigen Eskalation besteht. Bilder von Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Polizei bzw. Gegendemonstrant_innen passen nicht zum propagierten Kurs der „seriösen Radikalität“. Hinzu kommt, dass auch hier die organisatorische Leistungsfähigkeit begrenzt ist. Die Umstrukturierung an der Bundesspitze, die desolate finanzielle Lage und ein drohendes Verbotsverfahren nehmen alle Aufmerksamkeit in Anspruch. In dieser Situation ist es für die NPD komfortabler auf die Demonstration des AgV am Abend des 13. Februars zu setzen.

Das sich ergebende Bild ist:

Die „Freien Kräfte“ wollen keine Demonstration am 18. und die JLO kann keine Demonstration am 18. organisieren. Die NPD hält sich zurück, taktiert und beteiligt sich dort, wo der Aufwand gering und der mediale Nutzen möglichst kalkulierbar ist. Auch wenn ein nicht geringes Potential der bundesdeutschen rechten Szene auf den Wochenendaufmarsch wartet, die bisher bekannte Großdemonstration fällt flach. Spontane Aktionen – sowohl in Dresden, als auch in anderen Städten – sind folgerichtig nicht ausgeschlossen, aber allenfalls in einem wesentlich kleineren Rahmen realistisch.

Der Rückzug der Nazis vom Wochenendtermin ist aber auch das Ergebnis der entschlossenen antifaschistischen Praxis in den vergangenen Jahren. Es ist das Ergebnis einer bundesweiten Mobilisierung, die mit Blockaden und dezentralen Aktionen den organisatorischen Aufwand für die Nazis enorm steigerte und den Aufmarsch der Nazis letztlich verhinderte. Diesen Erfolg kann sich nicht die Stadt Dresden und auch nicht der Freistaat Sachsen anheften, gegen deren Widerstand die Verhinderung des Naziaufmarsches durchgesetzt werden musste.

Trotz des Erfolges ist 2012 nicht gelaufen: Der Fackelmarsch in den Abendstunden des 13. Februars wird für die Naziszene weiter an Relevanz gewinnen. Bereits im letzten Jahr demonstrierten etwa 2.000 Nazis abgeschirmt von tausenden Polizisten durch die Dresdner Südvorstadt. Die Stadt zieht sich mit der Menschenkette auf symbolisches Zeichensetzen zurück. Die schwarz-gelbe Staatsregierung setzt erneut auf die Einschränkung des Versammlungsrechts. Wie eh und je mauert die Stadtverwaltung in Bezug auf die Naziroute, um Proteste zu erschweren. Auf dem Heidefriedhof werden Vertreter der demokratischen Parteien gemeinsam mit Nazis ein „würdevolles Gedenken“ begehen.

Ohne Frage, es gibt noch reichlich zu tun. Klar ist aber auch, unsere Antwort wird die richtige sein: Antifaschismus!

Fundort: Venceremos

Mobi-Vorträge nach Dresden zum Antinazi-Protest

Hoggan vs. Nazis

die neuesten Informationen zu den Protesten dagegen und einen Verkauf der Busfahrkarten!

24. Januar 2012
FranzK Reutlingen
19 Uhr

1. Februar 2012
Schelling-Hausbar
20 Uhr

3. Februar 2012
Zelle Reutlingen
20 Uhr
Danach: Party!!!

Preise Buskarten

Blockaden sind notwendig!

Hier mal die Preise für die Buskarten nach Dresden:

25 Euro Solizuschlag

20 Euro normal

15 Euro ermäßigt

PS: Niemand soll wegen Armut daheim bleiben müssen, wir lassen mit uns reden.